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DI Peter Faustmann

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Wohnhausanlage Wien 03

Auftragsgegenstand war zunächst die Untersuchung eines Grundstückes im 03. Gemeindebezirk Wiens auf seine Eignung als Baugrund. Wie üblich stand im Fokus zunächst die geologische und hydrogeologische Beschreibung des Gebiets. Dazu gehörte einerseits die Erhebung von Bohrprofilen bei der MA 29, die Interpretation der geologischen Karte und eine Analyse der umliegenden Grundwassermessstellen mit Ableitung der zu erwartenden Grundwasserspiegel am Standort.

Da die Stadt Wien im Laufe des zweiten Weltkrieges starkem Bombardement ausgesetzt war, lag vor Beginn der Sondierungsarbeiten, bzw. vor Beginn der Aushubarbeiten natürlich auch die Betrachtung und Analyse der Kriegsschädenkarte der Stadt Wien.

Nach Vollendung der ersten einleitenden Schritte erfolgten am Grundstück zunächst drei Sondierungen: Eine Kernbohrung, zwei Rammkernsondierungen, sowie vier Rammsondierungen. Die Ergebnisse der Sondierungen am Standort ließen Anschüttungen am Grundstück erkennen, deren Mächtigkeiten unterschiedlich stark ausfielen (starkes Relief). Die Rammsondierungen wiesen auf unterschiedliche Setzungsempfindlichkeiten der anstehenden Bodenhorizonte hin.

Ein weiterer Schwerpunkt der ersten Voruntersuchung waren orientierende boden- und grundwasserchemische, sowie bodenphysikalische Untersuchungen und eine Beurteilung des Bodens nach der Deponieverordnung (DVO) 2008. Abgeleitet von den Ergebnissen erfolgte die Bestimmung der Bodenklassen mitsamt bodenmechanischer Kennwerte und Gründungshinweise. Zudem wurden die zu erwartenden Setzungen am Grundstück erläutert, sowie auf notwendige Baugrubensicherungen, Böschungsbruchsicherungen und Bauwerksabdichtungen eingegangen.

Der zweite Schritt war eine ergänzende Bodenuntersuchung. Im Zuge derer wurden am Grundstück 4 Schurfgrabungen durchgeführt, welche unter anderem zur Fundamenterkundung der anstehenden Gebäude dienten, sowie die Aufschlussdichte am Grundstück erhöhen sollten. Nach Abschluss dieser Sondierungsarbeiten konnten auch konkretere Aussagen zur Mächtigkeit und Beschaffenheit der Anschüttung getätigt werden.

Nach Probenahme aus den Aufschlüssen erfolgte die Entsorgungsklassifizierung nach DVO 2008. Hierzu wurde das Grundstück in drei Bereiche (zwei Anschüttungsbereiche unterschiedlicher Mächtigkeiten, ein Bereich ohne Anschüttung) untergliedert und auf Basis der chemischen Analysenergebnisse mit der jeweiligen Deponieklasse versehen. Auf Basis der Fläche der einzelnen Bereiche, sowie der zu erwartenden Aushubtiefe wurden die jeweiligen Entsorgungsmassen berechnet und in Folge auf Basis der Entsorgungsklassifizierung entsorgt.


Unsere Leistungen:

  • Erhebung der geologischen und hydrogeologischen Gegebenheiten am Standort
  • Interpretation der Kriegsschädenkarte der Stadt Wien
  • Erkundung des Untergrundes mittels Rammsondierungen, Rammkernsondierungen, Kernbohrungen und Schürfen
  • Geologisch-geotechnische Beurteilung des anstehenden Bodens in Bezug auf die Tragfähigkeit, Setzungsempfindlichkeit und der Baugrubensicherung.
  • Interpretation der chemischen Untersuchungen des anstehenden Bodens und des Aushubes auf einstufungsrelevante Parameter der DVO 2008
  • Gefährdungsabschätzung für das Grundwasser nach ÖNORM S 2088-1;
  • Fundamenterkundung Nebengebäude
  • Berechnung der notwendigen Entsorgungsmengen unter Berücksichtigung der DVO 2008