Kindergarten Kierling

Aufgabe war es, das Grundstück geotechnisch zu erkunden. Nach Abschluss der Erkundungsmaßnahmen wurde eine genaue geotechnische Berechnung (Grundbruch, Setzung, Hangsicherung) empfohlen.

Da das Gebäude bis an die Grundstücksgrenze gebaut wurde und sich in Hanglage befindet, musste die vertikale Baugrubenböschung mit einer Tiefe von nahezu 6,0 m gesichert werden. Hinzu kam, dass sich direkt an der Grundstücksgrenze auf der Berme eine Erschließungsstraße befindet, welche mit unterirdischen Einbauten (Gas, Wasser, Kanal, Strom, Telefon) versehen ist.

Daher mussten diese Einbauten exakt vermessen werden, um die gewählte Methode der Böschungssicherung (Vernagelung mit bis zu 8 m langen Nägeln) zu ermöglichen. 

Die Böschung wurde schrittweise vertikal abgetragen. Im zweiten Arbeitsschritt wurde eine Bewehrungsmatte aus Stahl plaziert bzw. fixiert und eine Lage Spritzbeton aufgetragen. Im dritten Schritt wurden die Nägel mit ca. 15° Abweichung zur Horizontalen in die Böschung getrieben, verpresst und festgezogen. Diese Arbeiten wurden durch die GPS ausgeführt.

Da es sich um eine Baumaßnahme der GK III handelte, wurde auch ein Monitoring (vermessungstechnische Beweissicherung) angeordnet und durchgeführt. Dabei konnte eine Hangbewegung von < 1,0 mm nachgewiesen werden, danach waren keine Bewegungen mehr zu verzeichnen, die Böschung war nun standfest.

Nun konnte die gesamte Baugrube für die Gründungs- und Betonierarbeiten freigegeben werden.

Begleitend wurde ebenfalls die Verdichtung des Unterbauplanums kontrolliert. Es mussten stellenweise Bodenaustauschmaßnahmen angeordnet werden.


Unsere Leistungen:

  • Erkundung des Untergrundes mittels Schurfgrabungen und Rammsondierungen
  • Verfassen eines geotechnischen Untersuchungsberichts (Bodenkennwerte, Zuordnung in geotechnische Kategorien GK, empfohlene Berechnungsnachweise)
  • Erdstatische Berechnungen in Bezug auf die Setzung, Grundbruch, Böschungsbruch und Berechnung der Bodenvernagelung (Baugrubenwandsicherung)
  • Überwachung der Ausführung der Bodenvernagelung, laufende Verdichtungskontrollen (Fundamente) und Kontrolle der angeordneten Deformationsmessung (Spritzbetonschale)