Standortuntersuchungen auf Kontaminationen

Bei Altstandorten, Altlasten und bestehenden Gewerbe- und Industriestandorten (Lager, Tankstellen, Werkstätten, Produktionsstandorte, etc.) führen wir maßgeschneiderte Standortuntersuchungen durch.

Unsere Leistungen:

  • Beprobungslose Erfassung des Standortes durch Akten- und Luftbildauswertung
  • Orientierende chemische Standortuntersuchung (Bodenuntersuchung, Bodenluftuntersuchung, Grundwasseruntersuchung Abfalluntersuchung)
  • Datenfilterung und Auswertung mit modernsten statistischen und geostatistischen  Verfahren
  • Bewertung mittels Prüfwerten und Maßnahmenschwellenwerten gemäß ÖNORM S 2088-1 und 2088-3
  • Detailuntersuchung am Standort durch ein verfeinertes Erkundungsraster bzw. Schwerpunktuntersuchung an potentiellen Eintragstellen
  • Gefährdungsabschätzung für die Schutzgüter Boden und Grundwasser- Erstellung eines Bodengutachtens,
  • Bestimmung der technisch und wirtschaftlich besten Lösung der Sicherung, Sanierung und Entsorgung
  • Detaillierte Sicherungs- und Sanierungsplanung
  • Massenermittlung und Klassifizierung gemäß der geltenden DeponieVO für Entsorgung des Abfalls
  • Abwicklung notwendiger wasserrechtlicher Bewilligungsverfahren in Zusammenhang mit Verunreinigung des Untergrundes und Grundwassers mit Schadstoffen
  • Aufsicht über ex- situ Dekontaminationsverfahren- Entsorgungsaufsicht bei Bodenaustauschmaßnahmen
  • Aufsicht über In-situ Dekontaminationsverfahren- Grundwasser und Bodenluftreinigung

Untersuchungsablauf mit System

Altlasten stellen ein erhebliches Baugrundrisiko dar bzw. inkludieren eine zum Teil beträchtliche Wertminderung. Altlasten sind beispielsweise stillgelegte Abfallbeseitigungsanlagen sowie sonstige Grundstücke, auf denen Abfälle behandelt, gelagert oder abgelagert worden sind (Altablagerungen) oder Grundstücke stillgelegter Anlagen (Altstandorte), auf denen mit umweltgefährdenden Stoffen umgegangen worden ist.

Schadstoffe liegen in fester, flüssiger und gasförmiger Form vor und stellen ein Risiko für Boden und Grundwasser dar. Gefahrenrelevant sind die Menge, Konzentration, Toxizität und Mobilität eines Schadstoffes.

Die Untersuchung von Verdachtsflächen wird von uns in einer gestaffelten Reihenfolge abgewickelt:

Phase I: Beprobungslose Erfassung  durch Akten- und Luftbildauswertung.

Phase II: Orientierende umweltanalytische Untersuchung. Relativ grobes Erkundungsraster (Schürfe, Rammkernsondierungen) Festlegung auf standort- und nutzungsbedingte Untersuchungsparameter (Bodenluftuntersuchung, Bodenuntersuchung, Grundwasseruntersuchung, Abfalluntersuchung).

Datenauswertung mittels modernster geostatistischer Verfahren und Bewertung anhand der sog. Prüf- und Maßnahmenschwellenwerte gemäß ÖNORM S 2088-1 bis ÖNORM S 2088-3.  Bei Unterschreitung der Prüfwerte ist generell keine Gefährdung gegeben. Bei Überschreiten der Maßnahmenschwellenwerte sind in der Regel Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen erforderlich.

Phase III: Detailuntersuchung. Feines Erkundungsraster, ergänzende Untersuchungen (ggf. Fokussierung auf maßgebliche chemische Untersuchungsparameter, Errichtung notwendiger stationärer Bodenluft- und Grundwassermessstellen).

Phase IV: Wenn der Standort nach einer Gefährdungsabschätzung im Bodengutachten als gefährlich eingestuft wurde, entscheidet die zuständige Wasserrechtsbehörde über Art und Verhältnismäßigkeit der von uns erarbeiteten Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen  Dabei wird die technisch effektivste und wirtschaftlich günstigste Lösung ermittelt. Bei notwendiger Entsorgung werden von uns die Massen ermittelt, diese nach der Abfallverzeichnis- und der Deponieverordnung klassifiziert und die anfallenden Kosten abgeschätzt.

Anmerkungen: Sicherungsmaßnahmen sind keine Sanierungen im eigentlichen Sinne da sie nur eine Ausbreitung von Schadstoffen verhindern diese aber nicht entfernen. Sie bedürfen daher einer dauerhaften Überwachung. Die sog. Kapselung, d. h. Abdichtung ringsum, oberhalb und unterhalb der Altlast (z. B. mit Injektionsverfahren, Spundwänden, wasser- und gasundurchlässige Absperrlagen etc.) stellt eine solche Sicherungsmaßname dar. Sicherungsmaßnahmen werden meist angewandt wenn die Finanzierung einer Sanierung nicht möglich ist.

Sanierungsmaßnahmen sind durch die Dekontaminierung der Altlast gekennzeichnet. Wird eine Altlast durch Sanierungsmaßnahmen wieder nutzbar gemacht, so spricht man von Flächenrecycling. Reichen Sanierungsmaßnahmen nicht aus, oder können kurzfristig zur Gefahrenabwehr nicht eingesetzt werden, kommen Nutzungsbe-schränkungen in Betracht. Dies kann z. B. das Verbot von Gemüseanbau oder Betretungsverbote sein.